Wildbienen Wissen

Ihre Fragen, unsere Antworten.

Anders als die Honigbienen leben die meisten Wildbienen als Einzelgänger. Sie werden deswegen auch als Solitär- oder Einsiedlerbienen bezeichnet. Wildbienen haben eine große Bedeutung als Bestäuber von Bäumen, Blumen und Nutzpflanzen.  Deshalb möchten wir diese unterstützen und den Bienen ein neues Zuhause, in unserer Bummi-Kita geben. Warum die Wildbienen ohne Angst und in aller Ruhe, sowohl an den Nestern als auch an Blüten beobachtet werden, möchten wir Ihnen hier erklären und damit näher auf Ihre Fragen eingehen.

“Die solitär lebenden Wildbienen haben  einen Stachel, die Gefahr eines Stiches ist dennoch praktisch nicht gegeben. Denn mit einem Stich riskieren die Wildbienen nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das ihrer Brut. Nur wenn die Biene massiv bedrängt wird, geht sie das Risiko des Stiches ein. Beispielsweise sticht eine Hummel erst beim Zusammendrücken ihres Hinterleibes. Aber wer würde sich da nicht wehren?

In den meisten Fällen ist der Stachel der Wildbienen nicht kräftig genug, um unsere Haut zu durchdringen. So kann das – weit weniger schmerzhafte – Gift gar nicht erst unter die Haut gelangen.

Wildbienen können somit ohne Angst und in aller Ruhe sowohl an den Nestern als auch an Blüten beobachtet werden.”

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Weltweit gibt es viele verschiedene Arten von Honigbienen. Unterarten der Westlichen Honigbiene werden inzwischen weltweit in der Imkerei eingesetzt. Im Gegensatz zu den Arten der Honigbiene finden sich in Europa mehr als 2.500 Wildbienenarten. Etwa 560 davon sind in Deutschland heimisch – hierzu zählen übrigens auch die Hummeln.

Äußerlich unterscheiden sich Wildbienen nicht nur von der Honigbiene. Auch unter den verschiedenen Wildbienenarten gibt es große Unterschiede. So gibt es schwarze, schwarz-gelbe oder auch rötlich-braun gefärbte, pelzige und sehr wenig behaarte Wildbienen.

Dipl-Biol. Dr. Paul Westrich hat eine tolle Webseite über Wildbienen. Hier herfahren Sie mehr über die Wildbienen, ihre Lebensweise und Arten im Detail. zur Webseite

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“ (Zitat Albert Einstein, 1949).

Leider steht es insbesondere um Wildbienen nicht allzu gut.

Hauptursache für diese dramatische Entwicklung ist die intensive Landwirtschaft mit ihren Monokulturen und dem steigenden Pestizideinsatz. Deshalb werden private Gärten zu immer wichtigeren Rückzugsorten für Insekten, Vögel und andere Tiere, die in ausgeräumten Agrarlandschaften keine Lebensgrundlage mehr finden.

Aber auch in privaten Gärten fällt den Insekten das Überleben zunehmend schwerer: Auf akkurat gemähten Rasenflächen ohne blühende Wildkräuter oder in Vorgärten, die eher Steinwüsten ähneln, finden sie keine Nahrung. Zudem kommen auch dort nicht selten für Insekten schädliche Pestizide zum Einsatz.